LLH Software GmbH Über uns | Presse | Kontakt | Rechtliche Hinweise |
© Copyright 1994-2017 LLH Software GmbH.
> Home > Produkte > Stahlbau 1.0 > Stahlbau
Stahlbau
Wesentliche Merkmale der Stahlbaufunktionalität
von DIG-CAD Stahlbau 1.0
Stahlprofile
DIG-CAD Stahlbau 1.0 ermöglicht Stahlbaudarstellungen in den gebräuchlichsten Ausführungsformen. Dabei werden Stahlprofile und Stahlbaupositionen als Stahlbauelemente unterstützt.

Dreidimensionale Stahlprofile
Die Geometrie des Stahlprofils ist intern dreidimensional definiert. D.h. das Stahlbaumodul kennt das vollständige räumliche Aussehen. Da DIG-CAD aber nur zweidimensionale Darstellungen kennt, legt ein zusätzlicher Elementparameter fest, aus welcher Ansichtsrichtung das Profil betrachtet wird: Seitenansicht rechts, Draufsicht, Seitenansicht links, Untersicht, Endansicht oder Startansicht.
Da das Element alle Geometrieinformationen enthält, kann die Ansichtsrichtung jederzeit umgeschaltet werden. Die sichtbaren und verdeckten Kanten werden auch bei komplizierten Schrägungen und Ausklinkungen automatisch generiert.
Um ein Stahlprofil von mehreren Seiten in der Zeichnung abzubilden, müssen weitere Elemente abgeleitet werden. Im Unterschied zur Neuerzeugung sind sofort der richtige Profiltyp, seine Größe, Länge und auch alle parametrischen Bearbeitungen wie Abschrägungen, Ausklinkungen und Rohrverschneidungen automatisch eingestellt.

Ansichtshilfen
Um mit Stahlbauansichten schneller und leistungsfähiger konstruieren zu können, lassen sich verschiedene Ansichtshilfen einschalten. Bei einem normalisierten Ausdruck oder einer Elementzerlegung werden sie unterdrückt.
Zur besseren räumlichen Orientierung dienen optional einblendbare Richtungspfeile. Sie erklären die sonst nur relativen Begriffe oben, rechts, horizontal usw.
Obwohl das Stahlprofilelement in einer Seitenansicht nur zwei bzw. in einer Schnittansicht nur einen geometrischen Stützpunkt besitzt, lassen sich auch alle Eckpunkte, bei Verrundungen die Schnittpunkte der verlängerten Seiten, die Endpunkte der verdeckten Kanten usw. konstruktiv fangen. Dieser Komfort wird durch geometrische Zusatzdaten wie Anreißmaße zulässiger Montagebereiche oder Positionen, Abstände und Durchmesser für Bohrungen weiter erhöht. Diese Hilfslinien, zu welchen auch immer die drei Schwerachsen gehören, sind ebenfalls konstruktiv bezugsfähig.
Die dritte Ansichtshilfe besteht in der automatischen Einfärbung der Stahlprofilflächen. Jeder Profiltyp besitzt eine für ihn charakteristische Farbe und ist damit leicht erkennbar. Zusätzlich erhalten die Schnittflächen eine jeweils etwas hellere Färbung, sodass auch Abschrägungen und Ausklinkungen leichter vom restlichen Profilstrang zu unterscheiden sind.
Erstellung von Stahlprofilelementen
Auswahl eines Stahlprofils
Alle unterstützten Stahlprofile lassen sich in 8 grundlegende Formtypen klassifizieren. Dazu gehören die I-, U-, L-, T-, Z-Profile, die Flach-, Rechteck- und Rundprofile, letztere auch als Vollprofile. Jeder Profiltyp besitzt eine individuelle Parameterstruktur, deren Werte in der Stahlbauverwaltung vordefiniert sind.
Mithilfe einer Normreihenbezeichnung wird eine Vorsortierung in Untergruppen erreicht, sodass eine Auswahl über die Profilbezeichnung auch bei tausenden von Parametersätzen komfortabel bleibt.
Die Auswahl eines Flach- oder Rundprofils unterscheidet sich etwas. Da es hier einfach zu viele Kombinationsmöglichkeiten zwischen Dicke und Breite bzw. Durchmesser und Wanddicke gibt, stellt der Anwender diese Parameter direkt ein. Häufig vorkommende Werte lassen sich direkt auswählen oder die letzten 8 Einstellungen aus einer Liste wiederholt abrufen.

Erstellung eines Profilelements
Für jeden Profiltyp steht ein separates Kommando zur Verfügung. Wie bei einer Linie wird der Anfangs- und der Endpunkt der Schwerachse einfach durch zwei Punkteingaben festgelegt. Mithilfe zweier Umschalter kann währenddessen zwischen den sechs Ansichten gewechselt werden.

Ableitung eines Stahlprofilelements
Bei einer Ableitung wird mithilfe der Elementgeometrie eines bereits bestehenden Stahlprofils ein weiteres Ansichtselement erzeugt. Die Profilsuche und Geometrieeingabe entfällt damit. Die Schaltflächen im Ableitungs-Dialog zur Ansichtsauswahl enthalten immer aktuelle Vorschaubilder und erleichtern die Auswahl. Parametrische Bearbeitungen wie Abschrägungen oder Ausklinkungen werden in der Ableitung auch bei Ansichtswechsel korrekt berücksichtigt. Dies bedeutet einen sehr großen Arbeitsvorteil.
Stahlprofilbearbeitung
Ein Stahlprofilelement lässt sich nachträglich einsehen und bearbeiten. Innerhalb des grundlegenden Formtyps ist auch die Profilgröße austauschbar. Ebenso können Ansichtsrichtung, Abschrägungen, Ausklinkungen und alle grafischen Darstellungsattribute geändert werden. Weitere Bearbeitungsmöglichkeiten sind Trennen, Verbinden, Punkt hinzufügen, Punkt entfernen, Strecken, Ziehen, Orientierung umkehren, Aktuelle Attribute zuordnen und Zerlegen. Die beiden wichtigsten Werkzeuge davon sind Strecken und Ziehen, welche eine freie Manipulation wie bei einer Linie ermöglichen.
Partielle Bearbeitungen lassen sich ebenso durchführen.

Abschrägung
Jedes Stahlelement ist an jedem Profilende jeweils entweder um die z-Achse oder um die y-Achse abschrägbar. Die dabei auftretende Vergrößerung der Außenabmessung wird in einer Stücklistenverarbeitung berücksichtigt.

Ausklinkung
An jeder der vier Ecken eines I-förmigen Stahlprofils kann eine Ausklinkung mit individueller Ausklinkform erstellt werden. Sie ist eckig, verrundet oder ausgebohrt. Die Nachbearbeitung einer bereits bestehenden Ausklinkung ist mit Strecken besonders komfortabel. Ein Klick auf die jeweilige Ausklinkkante genügt, um die gewünschte Ausklinklänge bzw. Ausklinkhöhe einzustellen.

Anfügung
Mit Stahlprofil anfügen wird das ausgewählte Querprofilende an ein anderes Hauptprofil so herangeführt, dass es zusammen mit einer automatisch erfolgten Abschrägung direkt anschließt. Damit lassen sich komfortabel Schweißverbindungen zwischen beliebigen Profilformen herstellen. DIG-CAD Stahlbau berücksichtigt dabei auch die Ansichtsrichtungen, sodass der Anschluss jeweils sinnvoll an einen Flansch, einen Steg oder eine entsprechende Profilaußenseite erfolgt.
Für Anfügungen zwischen Rundprofilen steht die Option für Mantellinienkonstruktion zur Verfügung. Dabei werden die korrekten Schnitt- oder Durchdringungslinien erzeugt. Ferner besteht die Wahl, ob das Hauptprofil durchbohrt oder das Querprofil nur aufgesetzt werden soll.
Typisierte Anschlüsse
Für Schraubverbindungen zwischen zwei Profilen stellt DIG-CAD Stahlbau diverse Möglichkeiten mithilfe von Laschen, Winkeln und Stirnplatten zur Verfügung.
Momententragfähige Pfettenstöße, gelenkige Winkel- und Stirnplattenanschlüsse sowie momententragfähige Träger-Stützenanschlüsse mit Stirnplatte sind bereits vordefiniert, ebenso die Kölner Bemessungshilfen. Ein allgemeines Definitionsschema erlaubt zudem die Änderung oder Ergänzung der typisierten Anschlüsse im Stahlhochbau.
Nach Auswahl beider Stahlprofile lässt sich die Auswahl der typisierten Verbindungen auf diejenigen eingrenzen, die laut Vorgaben für die Profiltypen und -größen überhaupt zulässig sind. Auf Wunsch wird das Querprofil an das Hauptprofil mit optionalem Luftspalt passend herangeführt. Die Auswahl der richtigen Ansicht erfolgt automatisch.
Laschenanschlüsse
Für momententragfähige Pfettenstöße bei Dachkonstruktionen werden häufig zwei symmetrische Steglaschen verwendet. Sie sind als Blech oder als U-Profil ausführbar. Für die Schraubbilder stehen die Typen A, B und C zur Verfügung. Sie sind für die Walzprofile IPE nach DIN 1025 der Stahlsorte S235 und Schrauben der Festigkeitsklassen 4.6 und 10.9 nach DIN 18800 und Eurocode 3 bereits vordefiniert.
Der frei definierbare Biegestoß wird ohne Verwendung der Stahlbauverwaltung direkt parametrisiert. Flachprofile für Steg- und/oder Flanschlaschen wählbarer Größe sind mit ebenso frei einstellbarer Verbindungsgeometrie auf alle I-förmigen Stahlprofile in jeder Ansichtsrichtung anwendbar.

Winkelanschlüsse
Winkelverbindungen werden im Stahlskelettbau häufig für Anschlüsse von Deckenträgern an Unterzügen bzw. von Unterzügen an Stützen verwendet, weil sich hierbei etwa vorhandene Walz- und Fertigungstoleranzen durch das Lochspiel in den Schraubenlöchern während der Montage ausgleichen lassen. Sie sind für die Walzträger HEA, HEB, HEM und IPE nach DIN 1025, sowie IPEo und IPEv der Stahlsorte S235 oder S355 und Schrauben der Festigkeitsklassen 4.6 oder 10.9 nach DIN 18800 und Eurocode 3 vordefiniert. Ferner stehen für oberkantenbündige Deckenträger-Unterzug-Anschlüsse ohne Ausklinkung gestreckte Winkel (IG) zur sofortigen Verfügung.

Stirnplattenanschlüsse
Ein allgemeines Definitionsschema erlaubt eine freie Höhenpositionierung der Stirnplatte wie etwa bei den gelenkigen Anschlüssen der Reihen IS oder ISH. Momententragfähige Stirnplattenanschlüsse der Reihe IH sind dagegen in ihrer Positionierung relativ zum Schnitt des Querprofils eindeutig definiert. Sie stehen für die Walzträger HEA, HEB, HEM und IPE nach DIN 1025, sowie IPEa, IPEo, IPEv und HEAA der Stahlsorte S235 oder S355 und Schrauben der Festigkeitsklassen 4.6 bzw. 8.8 oder 10.9 nach DIN 18800 und Eurocode 3 fertig zur Verfügung. Die als Stirnplatten verwendeten Flachprofile können als freie Form für gelenkige oder als eine von vier Formtypen für momententragfähige Stirnplattenanschlüsse definiert werden.
Details
In fast jeder Stahlbauzeichnung befinden sich zahlreiche Detailangaben. Dazu gehören z.B. Schraubverbindungen, Schweißzeichen und -nähte, die durch weitere Kommandos unterstützt werden.

Schraubverbindungen
Neben der automatischen Erstellung bei typisierten Verbindungen, sind die Schraubverbindungen oder Bohrungen auch einzeln oder mehrfach in drehbaren Rastern einfügbar. Dies geschieht senkrecht oder parallel zur Verbindungsachse. Ob nun die maßstäblich exakte Bohrung oder nur eine schematische Darstellung benötigt wird, alle Details lassen sich individuell konfigurieren (auch noch die veraltete Norm DIN 407). Die Seiten von Schraubenkopf und -mutter sind auch nachträglich einfach umkehrbar.
Schweißzeichen
Die Erstellung von Schweißzeichen aller Art inklusive Zusatzpfeile geschieht mit den Standardkommandos der Mechanik-Gruppe. Schweißnähte in Längsrichtung können leicht mithilfe des benutzerdefinierten Linientyps Schweißnaht gezeichnet werden.
Stahlbaupositionen
Unabhängige Verpositionierung
Bei allen Erstellungs- und Bearbeitungsfunktionen von Stahlprofilen braucht der Konstrukteur nicht darüber nachzudenken, wie oft ein Profilelement tatsächlich verbaut wird. Das Stahlprofil dient nur zur Arbeitserleichterung beim Zeichnen und Ändern der Stahlbaugrafik. So muss z.B. auch kein zusätzliches Element erzeugt werden, wenn es durch die Abschrägung eines Stahlprofils bereits grafisch erkennbar ist, siehe rechts. Die Schnittfläche des Riegels in der Draufsicht reicht bereits gleichzeitig für die Darstellung der darunter befindlichen Stütze aus. Einfacher gehts nicht!
Eine Verstärkungsrippe lässt sich oftmals auch viel leichter durch zwei einfache Linien erstellen, als durch die Erzeugung eines Flachprofils. Knotenbleche müssen aufgrund ihrer vielfältigen Formmöglichkeiten ohnehin mit herkömmlichen Zeichenkommandos konstruiert werden.
Alle diese Zeichnungserleichterungen sind unter DIG-CAD Stahlbau erlaubt, weil die Verpositionierung unabhängig von der Stahlbaugeometrie durchgeführt wird.
Stahlbaupositionen
Die Stahlbauposition kennzeichnet ein Stahlprofil eindeutig. Es lässt sich frei oder parallel einfügen. Mit beliebigen Kommentaren darf eine solche Stahlbauposition auch als allgemeiner Hinweistext verwendet werden.
Die Darstellung der zahlreichen grafischen Variationen sind sehr detailliert anpassbar. Die Markierungssymbole und Texte lassen sich in Form, Sichtbarkeit und Formatierung einstellen. Positionstexte können rund, rechteckig oder sechseckig umrahmt sein. Optionale Knickpunkte in den Hinweislinien und Zusatzlinien sorgen für einen besonders flexiblen Einsatz, auch unter beengten Verhältnissen.

Stücklistendaten
Außer dem grafischen und beschreibenden Charakter besitzt die Stahlbauposition eine Reihe von Datenfeldern, die bei der Erzeugung bearbeitbar sind. Die Datenfelder Profil, DIN-Nummer, Länge, Mantelfläche pro Meter und Gewicht pro Meter werden durch die vorherige Auswahl eines Profilelements automatisch initialisiert. Der Positions- und die Hinweistexte erlauben die Nutzung von Variablen, die den Inhalt des jeweils zugehörigen Datenfeldes ausgeben.
Die eigentliche Aufgabe all dieser Angaben ist aber die Bereitstellung der Daten für Stücklisten. Durch Nutzung des Datenfeldes Teil-Nr. ist die Einschränkung auf Untermengen möglich, sodass für dieselbe Zeichnung beliebig viele interne Teillisten (z.B. Lieferpositionslisten) generierbar sind.

Stahlbaupositionen in der Übersicht
In der Stahlbaupositionsübersicht werden alle Positionen mit ihren Stücklistendaten tabellarisch dargestellt. Jedes Tabellenfeld lässt sich bearbeiten, um so in einer übersichtlichen Umgebung umfangreiche Ergänzungen oder Korrekturen vornehmen zu können.
Ferner lässt sich der Übersichtsinhalt als Textdatei exportieren.
Stahlbaulisten
Mithilfe eines Programm-Assistenten sind externe und interne Stahlbaulisten erstellbar. Die externen Listen können direkt ausgedruckt oder in einer neuen Zeichnung generiert werden, während die internen Listen nur innerhalb der aktuellen Zeichnung platzierbar sind. Ihre Listendaten sind alle exportierbar.
Zu den Listentypen gehören Positions-, Material- und Lieferpositionslisten. Ihre jeweilige Tabellenstruktur ist an die persönlichen Bedürfnisse anpassbar. Sie umfasst laufende Nummer, Teil-Nr., Position, Anzahl (Stückzahl), Benennung, Profil (Normbezeichnung), DIN-Nummer, Werkstoff (Stahlsorte), Einzellänge, Gesamtlänge, Mantelfläche pro Meter, Mantelfläche pro Stück, Mantelfläche gesamt, Gewicht pro Meter, Gewicht pro Stück, Gewicht gesamt und eine Bemerkung.
Weitere Optionen ermöglichen die Einschränkung auf bestimmte Werkstoffe und Lieferpositionen und die Anpassung von Ausgabeformatierungen.

Layout-Dateien
Spezielle Layout-Dateien enthalten für Deckblatt und Folgeblätter Seitenköpfe, Rahmen, Angaben zur Tabellengröße und -formatierung. Sie lassen sich nach Belieben anpassen. Schlüsselwörter sorgen für die zur Zeichnung gehörigen Angaben, sodass die Standardlayouts bereits für alle Projekte einsatzbereit sind.
Stahlbauverwaltung
DIG-CAD Stahlbau besitzt für den Einsatz der zahlreichen Stahlprofile und typisierten Anschlüsse eine umfangreiche Stahlbaudatenbank. Sie ist sehr flexibel ausgelegt, sodass der Anwender die jeweiligen Profilgrundtypen durch eigene Normreihen beliebig erweitern kann. Ebenso sind Änderungen oder Anpassungen bestehender Definitionen möglich.

Weitere Kommandos erlauben ein komfortables Handling beim Ergänzen oder Updaten der eigenen Stahlbauverwaltung. Auch die Übertragung des persönlichen Datenbestands auf einen anderen Rechner, die Bereitstellung ganz bestimmter Profildefinitionen für andere Anwender oder der Einsatz einer gemeinsamen Datenbasis im Netzwerk sind hiermit möglich.
Nach oben >
Aktualisiert: 5.12.2016
           Kontakt
05405 / 969 - 31
Sie haben noch Fragen?
Zögern Sie nicht, uns anzurufen.
Wir werden Ihnen gerne weiterhelfen.
E-Mail
LLH-Service
Informieren Sie sich über unsere kostenlosen Service-Leistungen.
Übersicht >
Weitere Infos
Um wirklich alle De­tails über DIG-CAD Stahlbau 1.0 zu erfahren, laden Sie zusammen mit der Demo das Benutzerhandbuch als PDF-Datei.
Download >